iCloud

Nachdem es vergangenes Wochenende einem Hacker gelungen ist, sich die Zugangsdaten verschiedener iCloud Accounts von Prominenten (darunter Jennifer Lawrence, Kate Upton und Kaley Cuoco aus The Big Bang Theory) zu beschaffen und unzählige Nacktfotos zu veröffentlichen, fragt sich der Eine oder Andere: Ist mein iCloud Account sicher?

Wie nicht anders zu erwarten war, dementiert Apple ein allgemeines Leck im Sicherheitssystem von iCloud. Vielmehr wurden vermutlich Benutzername und Passwort der einzelnen Promis geknackt. Bei über 100 geknackten Accounts stellt dies – ohne die Tat zu glorifizieren – eine Mammutaufgabe für den Täter dar. Schließlich ging es nicht um einen Datensatz von X Personen, sondern eben um jene spezifische Accounts der VIPs.

Entscheidend war dabei laut Apple, dass durch die Sicherheitsfragen, welche einfache Fragen („Geburtsort der Mutter, Lieblingsfarbe etc.) an den Nutzer stellen, verschiedene Accounts geknackt wurden. Schließlich ist das Leben der Celebs kein unbekanntes. Neben dieser Erklärung gehen auch Sicherheitsexperten von dem Diebstahl der Passwörter aus. Nachdem ein Account geknackt war, konnten wahrscheinlich durch den E-Mail Account des oder der Betroffenen weitere Adressen ergattert werden. Phishing Mails in Umlauf zu bringen, wenn sich ein Adresspool findet, ist keine Mammutaufgabe für Hacker.

Als besonders unvorteilhaft stellt sich der Zeitpunkt des Hacks dar. Apple wird höchstwahrscheinlich das iPhone 6 am 9. September vorstellen. Jegliche negative Publicity kann nur schädlich sein. Auch wenn sich das iCloud Sicherheitssystem nicht überwunden lassen hat, wurde – eben auch von uns – über mögliche Sicherheitsrisiken berichtet. Oder war die ganze Aktion geplant, um den großen VIPs und eben auch Apple einen Imageschaden zu verpassen?

Dieser Skandal lässt einen ins Grübeln kommen. Soll ich überhaupt Daten auf der iCloud oder irgendeiner anderen Cloud speichern? Prinzipiell gilt die iCloud als sicher. Wichtig für jeden Nutzer ist es, wie hinlänglich bekannt ist, sein Passwort mit Sonderzeichen, Klein- und Großbuchstaben sowie Zahlen so sicher wie möglich zu gestalten. Nacktbilder sollte man am Besten gar nicht von sich machen, oder wenn doch, dann mit der guten alten Polaroid.