Apple WWDC 2017

Auf der diesjährigen WWDC wurde wie es zu erwarten war mehr als nur Software präsentiert. Neben den obligatorischen Updates zu iOS, macOS und Co. wurde auch jede Menge Hardware enthüllt. Neben einem neuen iPad Pro und aufgefrischten MacBooks sowie dem brandneuen iMac Pro hat vor allem ein Gerät für Staunen gesorgt: HomePod. Der smarte Lautsprecher, in dem Sprachassistent Siri steckt, beantwortet Fragen zu allen möglichen Dingen des Alltags.

Noch läuft sie, die WWDC 2017. Bis zum Freitag haben Entwickler die Möglichkeit sich mit ihren neuen Arbeitswerkzeugen bekannt und vertraut zu machen. Danach beginnt die Arbeit, um iOS 11, macOS 10.13 High Sierra sowie die Bereiche Künstliche Intelligenz (KI) und Augmented Reality (AR) bereit für die Nutzer zu machen. Am Montag aber dominierte die Hardware, angeführt vom smarten Lautsprecher HomePod, Apple’s erstmaliger Einstieg in diesen Markt. Aktuell dominieren Amazon und Google die heimischen Wohnzimmer mit ihren beinahe alle Fragen beantwortenden Lautsprecher.

Apple HomePod

HomePod – Apple’s Antwort auf Amazon’s Echo

Wochen, wenn nicht Monate vor der Entwicklerkonferenz wusste man Bescheid: Apple steigt in den Markt für smarte Lautsprecher ein. Der als „Siri Speaker“ gehandelte Lautsprecher entpuppte sich auf der Konferenz als „HomePod“. Mit Siri ausgestattet kann HomePod allerlei Fragen beantworten, darunter zum Wetter, zu Sportergebnissen oder allgemeine Infos über alles was im Internet steht. Selbstverständlich lässt sich auch die Musikwiedergabe per Stimme steuern, während man auch Erinnerungen anlegen kann. Man soll auch Smart Home Geräte steuern können, wie Thermomether oder smarte Glühbirnen. Alles in allem ist HomePod ein Computer mit Lautsprecher und ohne Maus und Tastatur.

Apple versichert, dass die Anfragen, die ja als Daten viel über die Vorlieben des Nutzers verraten, verschlüsselt übertragen werden. Zwar laufen alle Anfragen über den Apple Server, aber eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung sorgt dafür, dass niemand die Daten auslesen kann. HomePod erscheint im Dezember zum Preis von 349 Dollar zuerst in den USA, Großbritannien und Neuseeland. Deutsche Kunden können sich HomePod irgendwann Anfang 2018 zu einem noch unbekannten Preis kaufen.

iMac Pro Juni 2017

Viel Hardware auf der WWDC – Neue MacBooks, iPad Pro und ein monströses iMac Pro

Aufgefrischt wurden das MacBook Pro und MacBook Air Line-up sowie das 12 Zoll MacBook. Die Verbesserungen betreffen hauptsächlich den Prozessor und den Grafikchip. So erhält das MacBook Pro den brandneuen Intel Chip „Kaby Lake“, der mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch erbringt. Indes wurde die Arbeitsspeicher-Grenze des 12 Zoll MacBook auf 16 GB erhöht, während das Air ebenfalls neue Hardware erhielt. Das MacBook Air bleibt auch weiterhin Apple’s meistverkaufte Notebook-Familie. Präsentiert wurde auch das neue iPad Pro mit einem kleineren 10,5 Zoll Display und überarbeitetem Apple Pencil.

Das Schmuckstück der Hardware war neben dem HomePod eindeutig das iMac Pro. Apple hat scheinbar aus den Unzulänglichkeiten des Mac Pro gelernt und bietet professionellen Anwendern mit dem iMac Pro das richtige Werkzeug. Schnell kommt man auf mehrere Tausend Dollar, konfiguriert man Apple’s neuen All-in-one Computer mit der besten Hardware. Mit dabei sind ein 18-Kern Xeon Prozessor mit 4,5 GHz pro Rechenkern, 128 GB RAM und eine Grafikkarte mit 32 GB RAM. Wer also das nötige Kleingeld hat und viel mit aufwendigen Grafiken arbeitet, hat mit dem iMac Pro den passenden Computer.

iOS 11 WWDC 2017

iOS, macOS und Co. – Updates durch die Bank weg

Auf einer WWDC dürfen natürlich keine Software-Updates fehlen. Neu sind iOS 11, macOS 10.13 High Sierra sowie watchOS 4 und tvOS 11. Einen großen Fokus legt Apple auf Augmented Reality, Virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz. So ist Siri auf iPhone und dem Mac smarter geworden und scheint ihren mäßigen Ruf hinter sich gelassen zu haben. Und damit zum Release von iOS 11 genügend Apps mit AR und VR erscheinen, erhalten Entwickler das Tool ARKit zur Hand. In Sachen Künstliche Intelligenz können Entwickler dank CoreML ihre Apps mit Features anreichern, die die Bedienung noch weiter vereinfachen und das iPhone zum „Mitdenken“ animieren. Auf dem iPad kann man derweil mit iOS 11 Inhalte bequem per Drag-and-drop hin und herschieben.

Bei macOS 10.13 High Sierra handelt es sich laut Apple um eine Erweiterung des aktuellen macOS 10.12 Sierra. Wer künftig mit dem Safari Browser im Netz unterwegs ist, braucht sich keine Gedanken mehr um nervige Werbevideos zu machen. Diesen werden per Autoblock vom Abspielen abgehalten. Und dank dem „Apple File System“ (APFS) lassen sich noch bequemer Daten sortieren und verschieben.

Die diesjährige WWDC war eine gelungene Show und demonstrierte wie stark Apple in den Bereichen AR, VR oder KI vorangekommen ist. Die Apple-typische Geheimhaltung ließ manchen vermuten, dass Apple hier hinterherhinkt. Jetzt müssen wir HomePod, iOS 11 und das verbesserte Siri nur testen, um die Entwicklung des letzten Jahres selbst zu erfahren.

Bild: 9to5mac.com